Neue Impulse zur Gestaltung von Innenstädten

Die Corona-Krise hat die Handelsunternehmen in den Innenstädten hart getroffen. Doch insbesondere der unabhängige Einzelhandel stand schon vor der Krise vor großen Herausforderungen. Zudem setzen Wertewandel, neue Mobilitätsgewohnheiten und demographische Veränderung auch großen Ketten und Dienstleistungsunternehmen in den Innenstadtlagen zu. Die Corona-Krise hat die Erosion traditioneller Säulen einer belebten Innenstadt nicht ausgelöst, sondern beschleunigt.

Für Kommunen, Immobilieneigentümer und Unternehmen hat daher die Brisanz, die Attraktivität der Innenstädte zu erhalten, während der Corona-Krise stark zugenommen.

Im Rahmen dieses Projekts entwickelte zunächst ein Team aus Studierenden, Expert*innen und Unternehmen in zwei Solution Labs im Frühjahr und Sommer 2020 das Basiskonzept. Mittlerweile hat sich eine Projektgruppe aus Unternehmen, Kommunen und Hochschulen gebildet, die gemeinsam dieses Konzept weiterentwickelt haben. Kern des Konzepts sind feste Ladenflächen an mehreren Standorten, die mit wechselnden Programmen bespielt werden. Die Programme stehen jeweils unter einem Motto und umfassen Produkte, Dienstleistungen, Erlebnis sowie Kunst und Kultur. Sie werden gemeinsam mit Gründungsprojekten aus den Hochschulen, etablierten Unternehmen sowie Sozialunternehmen und der Kunst- und Kulturszene entwickelt und umgesetzt. Das Projekt stellt somit auch eine Schnittstelle zum Projekt Selbsttragende Strukturen für Integration und Vielfalt dar. Die Programme gastieren jeweils für einen Zeitraum von ca. zwei Monaten an einem Standort und ziehen dann in den nächsten Ort um. Noch in diesem Jahr soll der erste Laden mit dem Programm Fahrrad in der Reutlinger Innenstadt als Wechselnder Wilhelm eröffnet werden.

Projektpartner sind unter anderem Hochschulen und Universitäten sowie Unternehmen, wie die Deutsche Bahn AG und die BruderhausDiakonie.